Netzwerk

Als Elektriker mit Bustechnik und leidenschaftlicher Gamer war auch zwangsweise die Netzwerktechnik für mich ein interessantes Thema. Wird die ein stabiles, funktionierendes Netzwerk doch sowohl fürs SmartHome als auch fürs Gaming gebraucht. Dabei fing alles ganz klein an als ich mich 2011 entschied mir ein NAS zu holen da ich nicht mehr PCs und Laptops nach dem richtigen Speicherort der gesuchten Datei durchstöbern wollte. Nach Recherche entschied ich – wohl auch zum Teil wegen des Preises – dass für mich als Datengrab eine Synology 110j das Richtige ist. Diese läuft auch bis heute noch und wird aktiv als örtlich getrenntes Backup meiner aktuellen Haupt-NAS verwendet.

Mit dem Kauf unseres Hauses 2012 wollte ich auch unbedingt etwas am Netzwerk machen weil weder das W-Lan, noch die 100Mbit-Anschlüsse vom Router des Internet-Anbieters wirklich Spaß machten. Vorallem in Verbindung mit einem NAS. Deshalb wurden überall wo ich zukünftig Technik geplant habe auch Cat7-Kabel Duplex (2fach) verlegt um das W-Lan so weit wie möglich zu entlasten und natürlich auch wo es geht das Gigabit-Netz nutzen zu können. Diese kamen auch der Ordnung halber in einen 19″ Netzwerkschrank auf ein Patchpanel.

Hier mal eine Auflistung der Hardware im Ausbau-Zustand 1:

Mit diesen Umbauten war der Grundstein für ein solides Netzwerk gelegt und durch die Cat7-Kabel bin ich auch für die 10GBit-Zukunft gerüstet.

Mit den Jahren kamen aber einige Probleme auf, die zwar mit z.B. Neustart des Provider-Routers oder des Accesspoints gelöst waren, auf Dauer aber doch nervig waren.

Primäres Problem war aber 2018, dass die mittlerweile in die Jahre gekommene Synology DS110j als Haupt-NAS doch etwas langsam wurde mit ihrem 800MHz und den 128MB Arbeitsspeicher . Somit rüstete ich von der DS110j mit 2TB Speicher auf eine Synology DS218play mit 4TB Speicher. Der Unterschied der beiden Systeme war enorm und somit waren ich und meine Frau wieder vollendst zufrieden und ich konnte sogar das fast monatliche Neustarten des Netzwerksystems wieder irgendwie vergessen.

Im Spätsommer 2019 war es aber dann soweit, dass zum benötigten Neustart auch noch unregelmäßige und willkürliche Ausfälle des W-Lans hinzukamen, was natürlich auf Dauer nervig ist und auch Mehrkosten verursachen kann wenn mans zu spät bemerkt und z.B. große Daten per Handy-Tarif lädt.

Somit wurde sich an den PC gesetzt und recherchiert in Foren und Youtube. Relativ schnell kam hier die Marke „Ubiquiti“ ins Gespräch welche durch ihre Controller-Oberfläche und dem Preis Enterprise Systeme in den privaten Haushalt bringen wollen. Da auch die Access-Points durchwegs gute Bewertungen erhielten, wurden recht schnell die UAP AC-PROs fixiert. Nach weiteren Youtube-Videos stand für mich als Technik-Fan aber auch fest:

Ich brauche diese Möglichkeiten der Statistiken

Somit kam zur Bestellung der Access-Points auch recht schnell das USG-3P als Router und der CloudKey als Plattform für die Controller-Software und für die Statistiken dazu. Als alles ankam wurde der Provider-Router in den Singleuser-Modus versetzt und die USG durfte die Einwahl und auch alle anderen Router- und Firewallfunktionen übernehmen. Der ganze Prozess ging grundsätzlich recht einfach. Mein einziges Problem bestand darin, dass das USG im Auslieferungszustand LAN-seitig die IP-Adresse 192.168.1.1 hat und rein garnichts klappt wenn diese Adresse auch auf der WAN-Seite des USGs ist. Kurze Zeit später kam auch noch ein UAP-AC-Mesh für den Außenbereich hinzu um mein komplettes Grundstück mit W-Lan zu versorgen. Somit habe ich nun im Erdgeschoß zentral einen UAP AC-Pro, im Obergeschoss einen UAP AC-Pro an der Decke nahe der rückseitigen Hauswand um hinter dem Haus W-Lan zu haben, und vorm Haus noch den UAP AC-Mesh um auch vorm Haus vollständig abgedeckt zu sein. Und bis auf 1-2 Ecken (und vielleicht im Keller) habe ich sogar so gut wie überall ein 5GHz Netz hinbekommen bei einer Bandbreite von 40MHz was meines Erachtens fürs W-Lan für mich völlig ausreicht.

Hier also die Auflistung, welche Hardware in Stufe 2 gekommen ist:

Nun hatte ich endlich ein stabiles Netzwerk und auch das Neustarten von Access-Points und Modem/Router ist jetzt nicht mehr notwendig. Da ich aber nun auch immer mehr Zeit meinem SmartHome widmete und dank meiner Apple Watch auch mein KNX-gesteuertes Licht per Smart Watch steuern wollte, wurde die NAS immer interessanter und ich ärgerte mich immer mehr, dass meine DS218play das Paket Docker nicht unterstützte. Somit entschied ich mich im November 2019 dazu, mir eine Synology DS918+ zu holen welche aktuell auch meine Haupt-NAS ist. Meine 218play wurde somit zur räumlich getrennen Backup-NAS degradiert und die alte DS110j wie oben schon erwähnt von der räumlich getrennten NAS zur örtlich getrennten NAS. Mit dem Update von 4 auf 12GB Arbeitsspeicher ist die Synology DS918+ aktuell auch für alles Mögliche in Verwendung. Per Docker läuft IObroker für die Verknüpfung von meinem KNX-System und Apple HomeKit zusätzlich zu meinem SmartHome-Server seitens KNX, Windows 10 läuft als Virtual Machine falls ich auf dem iPad mal Windows nutzen müsste und einige weitere Pakete sind in Verwendung und zum Probiern installiert.

Aktuell bin ich sehr zufrieden mit meiner Anlage, wobei ich bereits auch einen Ubiquiti Unifi 24port Switch (Gen1 ohne POE) bestellt habe, da mein aktueller Zyxel-Switch mit seinen 24 Ports schön langsam voll ist und ich im Jahr 2020 ja auch noch Multiroom übers Netzwerk geplant habe. Dafür habe ich mir auch einen kleinen Ubiquiti Unifi USW Flex Mini bestellt. Zum Einen weil ich ihn wohl für das Multiroom im Vollausbau benötigen werde, zum Anderen klingt dieser kleine Switch als „full-managed“ und „per POE mit Strom versorgbar“ echt gut. Leider ist er aktuell (Stand April 2020) recht schwer zu bekommen und die Preise schwanken auch von ca. 30,- bis 50/60,- Euro.